“Erklärt doch mal, was es mit der Agenda 2030 auf sich hat” - Junge Leute als BotschafterInnen für die SDGs

Blogbeitrag von Caroline Bürger und Klara Krgovic

„Die Zukunft der Menschen und unseres Planeten liegt in unseren Händen. Sie liegt auch in den Händen der jüngeren Generation von heute, die die Fackel an die zukünftigen Generationen weiterreichen wird. Wir haben den Weg zur nachhaltigen Entwicklung vorgezeichnet; es wird an uns allen liegen, dafür zu sorgen, dass die Reise erfolgreich ist und die erzielten Fortschritte umkehrbar sind." - Art. 53 der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Als junge Erwachsene sind wir uns unserer großen und vor allem ererbten Aufgabe bewusst: Die Challenges unserer Zeit gemeinsam zu meistern. Als SDG-BotschafterInnen sehen wir in der Agenda 2030 und ihren 17 Zielen die großartige Chance dies zu erreichen und setzen uns tagtäglich dafür ein, dass die Botschaft der Agenda „Ein gutes Leben für alle“ Gehör findet.

We are the Change

Als ich, Klara, während der Jahresabschlussveranstaltung der SDG-BotschafterInnen auf unsere bunte “Wall of Fame” mit all unseren Errungenschaften und Aktivitäten zur Umsetzung der Agenda 2030 der vergangenen fünf Monaten blickte, erinnerte ich mich an den Beginn des Projekts: Beim ersten SDG-BotschafterInnen Training, befürchtete ich noch, dass unsere anvisierte Zielerreichung möglicherweise zu ambitioniert ist. Wir - das sind 43 junge Leute die durch die AG Globale Verantwortung zu SDG-BotschafterInnen ausgebildet worden sind - hatten das Ziel, bis Ende Jänner 400 junge Menschen durch unsere Workshops zu erreichen. Durch das gemeinsame Engagement haben wir unsere Erwartungen allerdings bei weitem übertroffen.

 

Als ich, Caro, mich für die Ausbildung zur SDG-Botschafterin der AG Globale Verantwortung meldete, wusste ich zunächst nicht, was mich erwarten würde. Ich war sehr daran interessiert, mehr über die SDGs und die Agenda 2030 zu erfahren, doch was mich neben dem erlernten Wissen und den Vermittlungsmethoden noch mehr bewegte, waren die Motivation und der Spirit der Gruppe. Wir alle kamen mit unterschiedlichen Ideen und Backgrounds, uns einte aber das Ziel ein gutes Leben für alle zu ermöglichen. Besonders freut mich, dass wir in einem laufenden Austausch sind und uns als Gemeinschaft von SDG-BotschafterInnen gegenseitig ermutigen und inspirieren.

Caro mit weiteren SDG-BotschafterInnen beim Training in Graz, wo wir unser methodisches “Handwerkszeug” zur Vermittlung der Agenda 2030 bekommen haben. © AG Globale Verantwortung

A fresh perspective

Wir starteten eigene Aktivitäten, spielerisch, kreativ und auf den Punkt gebracht sollten sie sein. Wir sprachen bei einer Reihe von Veranstaltungen und Events und vermittelten unseren spezifischen Blick auf die Agenda 2030 und gaben unsere Empfehlungen ab:

Die SDG-Botschafterinnen Sümeyra Coskun und Viktoria Pichler auf dem SDG-Forum: “Wir sind die Generation, die 2030 mitten im Leben stehen wird. Wir sind die Generation, die am meisten von der Umsetzung profitieren kann. Gleichzeitig sind wir auch die Generation, die darunter leidet, wenn die Agenda 2030 nicht umgesetzt wird”. © AG Globale Verantwortung
Auf der Conference on Education Reforms des BMBWF konnten wir verstärkt auf SDG 4 (Hochwertige Bildung) aufmerksam machen und dabei auf die Unteilbarkeit der SDGs hinweisen. © AG Globale Verantwortung
Im Dezember haben wir gemeinsam mit Jugend-VertreterInnen aus weiteren sechs europäischen Ländern und der österreichischen UN Youth Delegate unsere politische Forderungen zur Umsetzung der Agenda 2030 in Form eines Action Requests im Bundeskanzleramt übergeben. Foto © Regina Aigner, BKA

Alleine durch die von uns SDG-BotschafterInnen organisierten Workshops haben wir in den letzten fünf Monaten über 700 junge Erwachsene und Jugendliche erreicht. Darüber hinaus konnten wir durch öffentliche Auftritte und Vorträge auf die Agenda 2030 aufmerksam machen und waren in den sozialen Medien, in Podcasts, Blogs und in Kampagnen aktiv.

For the Future We Want

Unsere Motivation reißt nicht ab und auch für die Zukunft haben wir schon einige Projekte geplant und tüfteln eifrig an Ideen, um unsere Forderungen zur Umsetzung der Agenda 2030 einzubringen. Unsere Erfahrungen, die wir bei bisherigen Veranstaltungen und Gesprächen mit politischen EntscheidungsträgerInnen, UnternehmensvertreterInnen und zivilgesellschaftlichen AkteurInnen sammeln konnten, möchten wir nutzen, um in Zukunft verstärkt aufzutreten und weiterhin einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 zu leisten.

 

TITELBILD: © Regina Aigner, BKA


Sie lasen einen Blogbeitrag der SDG-Botschafterinnen Caroline Bürger und Klara Krgovic. Die darin enthaltenen Meinungen sind keine Positionen von SDG Watch Austria oder von ÖKOBÜRO als Medieninhaber.

 

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