Was gehört zu einem gerechten Wandel für eine gute Zukunft? SDG Watch Austria behandelt im Themenschwerpunkt „Just Transition“ fünf Bereiche, in denen große Herausforderungen und Hebel für eine positive Veränderung liegen. Hier widmen wir uns einem davon, dem Thema „Sozial-ökologische Ungleichheiten systematisch angehen“.
Worum geht's?
In Österreich und weltweit gibt es Ungleichheiten zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Diese betreffen einerseits soziale, wirtschaftliche und politische Unterschiede, die die Lebensqualität beeinflussen: Einkommen, Bildungschancen, Arbeitsbedingungen, Gesundheitsversorgung, Meinungsfreiheit, Gleichstellung u.v.m. Andererseits gibt es ökologische Aspekte:
Länder haben unterschiedliche natürliche Ressourcen (Rohstoffe und Bodenschätze, fruchtbares Land, Wasser u.v.m.).
Manche Menschen sind in ihrem Arbeitsalltag und für ihren Lebensunterhalt unmittelbar davon betroffen, wenn sich diese Ressourcen verändern (vergleiche z. B. Landwirt:innen mit Büroangestellten).
Nicht alle sind gleich stark von Klimaveränderungen betroffen (z. B. durch schlechtere Absicherungen und Schutzmöglichkeiten).
Nicht alle tragen gleich viel zu ökologischen Problemen bei (z. B. Unterschiede bei Umweltverschmutzung oder CO2-Ausstoß).
Nicht alle können sich an Umweltveränderungen oder die Klimakrise anpassen.
Die verschiedenen sozialen und ökologischen Ungleichheiten erzeugen vielfältige Probleme und können sich gegenseitig verstärken, wenn die Ursachen nicht bekämpft werden.
Ungleichheiten entstehen vor allem durch politische und wirtschaftliche Strukturen bzw. Systeme. Dazu gehören vor allem Gesetze, Steuern oder politische Maßnahmen, die Reichtum und Macht bei wenigen Menschen oder Unternehmen konzentrieren. Weltweit verursachen oder verstärken ungleiche Machtstrukturen z. B. Armut, Konflikte, Vertreibung und Migration.
Gefährlich wird es auch, wenn politische und wirtschaftliche Strukturen ökologische Krisen erzeugen oder begünstigen. Noch oft wird für Profite z. B. Umweltverschmutzung in Kauf genommen. Doch die Gesundheit unserer Umwelt ist Grundlage unserer Lebensqualität, Wirtschaft und Sicherheit.
Die gute Nachricht: Es ist möglich, Systeme und Strukturen zu verbessern. Es gibt Lösungsansätze, um soziale Ungleichheiten und Umweltherausforderungen gleichzeitig und wirksam anzugehen und so mehr Lebensqualität für alle zu schaffen.
à Jetzt mehr dazu erfahren in unserer Publikation „Sozial-ökologische Ungleichheiten systematisch angehen"
Publikationen, Initiativen und Projekte von SDG Watch Austria und seinen Mitgliedern:
- Bericht „10 Jahre SDGs – und jetzt?“
- Zusammenfassung Ungleichheitsbericht 2022
- Kampagne „Menschenrechte brauchen Gesetze"
- Allianz für Klimagerechtigkeit
- Allianz für soziale Klimapolitik
- Projekte „Von allem genug, von nichts zu viel“ und „Genug für alle!“"
Weitere interessante Links zum Thema:
- UniNEtZ: Optionenbericht
- AK: Eine Zukunft für die Vielen. Der Plan der Arbeiterkammer Wien für den sozialen und ökologischen Umbau
- Wegener Center, Uni Graz & Institute for Ecological Economics, WU Wien: Mutter Erde-Studie
- VIDC: Steuer-Gerechtigkeit?! Das globale Steuersystem und die Rolle von Seuern für einen ökologisch-sozialen Wandel
- GLOBAL 2000, Heinrich-Böll-Stiftung: Bodenatlas
Diese Seite ist Teil des Themenschwerpunkts "Just Transition" von SDG Watch Austria. Hier mehr erfahren.
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