© Bündnis Nachhaltige Hochschulen
Das Bündnis Nachhaltige Hochschulen – ein Zusammenschluss von 15 Hochschulen für angewandte Wissenschaften – ist neues Mitglied von SDG Watch Austria und bringt die Perspektive von Hochschulen als Orte der Bildung, Forschung, Innovation und gesellschaftlicher Verantwortung ein.
Die inhaltlichen Schwerpunkte des Bündnisses orientieren sich an allen UN-Nachhaltigkeitszielen. Drei sind besonders relevant:
- SDG 4 – Hochwertige Bildung (insb. Ziel 4.7): Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verankert Zukunftskompetenzen, Klimakompetenz und Transformationswissen in allen Studienrichtungen – unterstützt durch Curriculumsentwicklung, Weiterbildung für Lehrende sowie Service Learning und transdisziplinäre Formate.
- SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz: Hochschulen senken ihre Treibhausgasemissionen, Forschung und Innovation liefern Lösungen für Klimaschutz und -anpassung - von Energieeffizienz bis zu sozial-ökologischer Transformation.
- SDG 17 – Partnerschaften: Transformation gelingt nur im gemeinsamen Tun.
Wir fördern hochschulübergreifende Kooperation sowie Allianzen mit Kommunen, Unternehmen, Zivilgesellschaft und internationalen Netzwerken.
Die drei Ziele greifen ineinander: Bildung befähigt zu informierten Entscheidungen und ist Voraussetzung für wirksamen Klimaschutz – von klimakompetenten Absolvent:innen über forschungsbasierte Lösungen bis zu evidenzgeleiteter Governance. Partnerschaften sorgen dafür, dass gute Praxis skaliert wird.
Hochschulen bilden die Fach- und Führungskräfte von morgen aus
Als globale Wissensdrehscheiben bilden Hochschulen die Fach- und Führungskräfte von morgen aus, betreiben international vernetzte Forschung und sind vielerorts bedeutende Ankerinstitutionen. Drei globale Aspekte sind dabei besonders wichtig: erstens skalierbare Wirkung, da jede Lehrveranstaltung viele Studierende erreicht; zweitens Wissenstransfer und Gerechtigkeit durch Nord-Süd- Kooperationen, offene Wissenschaft und kapazitätsbildende Programme; drittens Resilienz und Klimaanpassung, denn wenn Hochschulstandorte eigene Anpassungsstrategien entwickeln und publizieren, entstehen Anregungen und Lösungen aus der Praxis.
Was wir konkret für mehr Nachhaltigkeit beitragen
- Curricula- und Kompetenzentwicklung: Integration von Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Studiengängen, didaktische Fortbildung, Co-Creation mit Studierenden
- Klimastrategien und Betrieb: Bilanzierung der Treibhausgasemissionen (Scope 1, 2 und 3), Maßnahmenpläne zu Energie, Mobilität, Beschaffung und Abfall, zirkuläre Pilotprojekte, Reallabore am Campus
- Forschung und Transfer: transdisziplinäre Projekte, Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft, evidenzbasierte Policy-Empfehlungen
- Vernetzung: Austauschformate zwischen Hochschulen, Kooperationen mit weiteren Organisationen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik, Städten und Regionen, Brücken zu internationalen Initiativen
Dafür wurden im Bündnis Nachhaltige Hochschulen drei Arbeitsgruppen zu Lehre, Forschung und Hochschulmanagement eingerichtet. Jedes Jahr veranstalten wir einen Kongress, eine Online-Veranstaltung zum Sustainability Day sowie auch ein Angebot für Studierende im Sommer.
Als Mitglied von SDG Watch Austria wollen wir die Rolle von Hochschulen als Transformationsmotoren in Österreich stärken, gelingende Praxis sichtbarer machen und politische Rahmenbedingungen mitgestalten.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit – für eine nachhaltige Transformation, getragen von hochwertiger Bildung, wirksamen Beiträgen zum Klimaschutz und starken Partnerschaften.
Sie lasen einen Blogbeitrag einer oder mehrerer Mitgliedsorganisationen von SDG Watch Austria. Die darin enthaltenen Meinungen sind keine Positionen von SDG Watch Austria oder von ÖKOBÜRO als Medieninhaber.
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