Mit den globalen Zielen durch Österreich

Unterwegs vom Neusiedlersee bis zum Bodensee

Beitrag von Angelina M. Wolf im Rahmen von 'ECOGNIZE geht Klimawandern' - ein Projekt von OIKOS Vienna

Kaum zu glauben, aber die erste Hälfte unseres Klimawanderns durch Österreich ist bereits geschafft. Die SDGs im Gepäck starteten Sebastian und ich am 07.06. unseren großen Marsch durch das ganze Land: vom Neusiedlersee an den Bodensee. Über das Leithagebirge haben wir recht schnell dem Burgenland die Rücken gekehrt und sind dann durch Niederösterreich marschiert, über die Rax nach Mariazell, am Ötscher und dem Lunzer See vorbei und schließlich über das Tote Gebirge nach Altaussee. In Oberösterreich sind wir noch bis Gosau vorgedrungen, um von dort dann in die Pause zu starten.

Die meistgestellte Frage von Freund*innen und Verwandten ist tatsächlich, wie viele Blasen wir denn schon hatten. Unsere Antwort lautet: keine. Klar, mal zwickt der Knöchel, das Knie oder die Schulter, aber mit passender Ausrüstung und viel Humor war der Weg bisher physisch zwar anspruchsvoll und weit, aber auch für zwei Laiensportler wie uns machbar.

Mit den Menschen in Österreich über Zukunftsfragen sprechen

Auf unserem Weg motiviert uns natürlich auch unsere Mission: Zum einen machen wir uns auf der Reise ein Stimmungsbild, was die SDGs in Österreich betrifft und fragen fleißig Personen, die uns auf unserem Weg begegnen, wie es denn um ihr Wissen zu diesem Thema steht. Zum anderen suchen wir das Gespräch mit der Zivilbevölkerung, mit Politiker*innen sowie lokalen Medien, um den Menschen von den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung, die uns ja alle betreffen, zu erzählen.

Die globalen Ziele sind den Menschen in Österreich bislang noch wenig bekannt

Die bisherige Bilanz dazu ist noch ziemlich ernüchternd: bis auf einen jungen Mann, den wir in Spital am Pyhrn in Oberösterreich angetroffen haben und der in der biologischen Landwirtschaft tätig ist, kannte tatsächlich noch niemand die Globalen Ziele der Vereinten Nationen. Unsere Erklärungen stoßen jedoch auf neugierige Ohren. Ja – manche Zuhörer*innen sind regelrecht begeistert von unseren gemeinsamen Zielen - à la „schön, dass es endlich einen Plan gibt“. Dass die Zielgruppen der Global Goals nicht nur Staatsoberhäupter und Unternehmer*innen sind, sondern auch Kommunen und jede/r Einzelne von uns, überrascht die Menschen, wird aber auch gerne angenommen. Was folgt, ist ein Gefühl des Optimismus und des Teamspirits: Nur, wenn wir alle mithelfen, können diese Ziele erreicht werden.

Gestärkt durch unsere Lieben während der Pause blicken wir nun auf den zweiten Teil unserer Reise. Das Dachstein- sowie das Karwendelgebirge warten auf uns und hoffentlich noch unzählige Portionen Kaspressknödel in Tirol. Wenn wir mit den Passant*innen über unseren langen Weg sprechen und diese meist ganz beeindruckt reagieren, so wissen diese nicht, dass unser Weg am Bodensee nicht enden wird. Wir haben uns nämlich auf den Weg in Richtung einer nachhaltigen Zukunft gemacht – die Wanderung ist damit nur der Anfang. Kommen auch Sie mit auf diesen Weg ;) !

Unserer Reise könnt ihr auf Instagram folgen.

Unsere genaue Route kann HIER gefunden werden:

"ECOGNIZE geht Klimawandern" wird durch einen Minigrant aus Mitteln der Europäischen Union (Projekt "Make Europe Sustainable For All") finanziell unterstützt. Mehr über das Projekt könnt ihr hier erfahren.


BILDER: Angelina und Sebastian 

Sie lasen einen Blogbeitrag einer der Mitgliedsorganisationen von SDG Watch Austria. Die darin enthaltenen Meinungen sind keine Positionen von SDG Watch Austria oder von ÖKOBÜRO als Medieninhaber.

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